letzte Änderung: 29.Juli 2018  

Technik / analog

 

zum manuellen Fokussieren

meine "alte" Ausrüstung

KameragehäuseCanon AE-1
 Canon A-1
 Canon T90
ObjektiveCanon FD 17mm 1:4
 Canon FD 28mm 1:2.8
 Canon FD 50mm 1:1.4
 Sigma 28-70mm 1:3.5-5.6
 Canon FD 70-210mm 1:4 (defekt)
 Canon FD 80-200mm 1:4
 Canon FD 50mm 1:3.5 Macro
 Canon Macro Photo Lens 20mm 1:3.5 "Lupenobjektiv"
 Canon Macro Photo Lens 35mm 1:2.8 "Lupenobjektiv"
 Beroflex 500mm 1:8; "Wundertüte"
weiteres ZubehörBlitzgeräte (Canon, Braun u. Metz)
 Automatikbalgengerät
 Stative
 usw.

Aus Schul- und Studienzeiten stammt der größte Teil dieser Ausrüstung. Mit dem Kauf einer Canon AE-1 begann ich 1980 mit der Fotografie. "Inspiriert" (der Ausdruck passt hier schon ganz gut) wurde ich durch unseren damaligen Schuldirektor, der eine Foto-AG an meiner Schule leitete. 

die Kameras

Die AE-1 verfügte über eine Belichtungsautomatik mit Zeitvorwahl (Tv-Modus, Blendenautomatik) und war meines Wissens die erste in Serie gefertigte SLR mit Mikroprozessorsteuerung. Meine AE-1 erstand ich 1980 und sie ist auch heute noch keuchhustenfrei (schwergängige Spiegeldämpfung, typische Erkrankung im Alter bei vielen Canon-Kameras der A-Serien).

Die A-1 war eine Weiterentwicklung der AE-1, die mit ihrer "Mehrfachautomatik" sowohl Zeitvorwahl als auch Blendenvorwahl und Programmautomatik bot. Sie hat eine 7-Segment LED-Anzeige im Sucher. Das war damals echter "Fortschritt", also sehr umstritten. Meine A-1 ist Baujahr 1982 und hat ebenfalls keinen Keuchhusten. Mit Hilfe eines Motor eines externen Motorantriebs kommt die A-1 auf maximal 5 Bilder/s und das recht geräuschvoll.

Die T90 hob sich technisch wie auch optisch von den beiden anderen Kameras der A-Serien ab. Sie wurde auch erst seit 1986 gefertigt (AE-1 seit 1976, A-1 seit 1978) und gestattete es dem Benutzer, die Einstellscheiben selbst auszuwechseln. Hinzu kamen LCD-Anzeige, veränderbare Messcharakteristik (neben mittenbetonter Integralmessung auch Selektiv- und Spotmessung), TTL-Blitzsteuerung und ein integrierter Motor, der bis zu 4,5 Bilder/s schaffte. Nichts Besonderes? Heute kann das wohl so manche einfache Consumer-DSLR auch, aber die T90 kam schon 1986 heraus! Man taufte sie wegen ihres bulligen Aussehens "the Tank". Auch nichts Besonderes? Nun die abgerundeten Formen des Colani-Designs bei der T90 beeinflussten ganz offensichtlich auch das Aussehen der SLRs aus der EOS-Reihe, die ein Jahr später ab 1987 erschien. Da war meine T90 aber noch nicht gebaut. Sie ist wohl eine der letzten ihrer Art, die ich erst 1992 erstand. Ein Restbestand also, denn Canon hatte die Produktion zu der Zeit bereits eingestellt.

die Objektive

Meine beiden ältesten Objektive, das 50er Standardobjektiv und das 28er Weitwinkelobjektiv brauchen den Vergleich mit heutigen Objektiven nicht zu scheuen. Die Abbildungsleistung beider Objektive ist sehr gut. Mein drittes Objektiv war das 70-210er Tele-Zoom, dass in damaligen Test sehr gut abschnitt, aber verhältnismäßig schwer ist und mit heutigen Objektiven auch bezüglich der Abbildungsleistung nicht mehr mithalten kann. Leider ist meins mittlerweile Schrott. Die Blende sitzt fest und eine Reparatur lohnt nicht mehr. Als Ersatz habe ich mir später ein 80-200er angeschafft. Das Objektiv kam gebraucht aber in gutem Zustand für kleines Geld aus der "Bucht". Bislang habe ich es noch nicht ausführlich getestet. Ich erinnere mich aber, dass es Anfang der 80er eines der besten Objektive seiner Art war und neu mit über 900 DM auch ziemlich teuer war. Das kleine Standardzoom von Sigma war für Reisen gedacht, wenn das Gepäck nicht so schwer sein sollte. Benutzt habe ich es allerdings nur selten – ich habe meist lieber "alles mitgeschleppt".

Mein absoluter Top-Favorit war aber das 17er Ultra-Weitwinkelobjektiv. Für die Landschaftsfotografie absolute Klasse! Mechanisch gesehen zeichnet es sich durch seine solide Metallbauweise aus und ist so nicht gerade ein Leichtgewicht. Optisch ist es leider eher mittelmäßig. Bei großer Blende (bis Blende f/5,6) ist nur die Bildmitte wirklich scharf. Oberhalb Blende f/16 beginnt allgemeine Unschärfe (Beugungsunschärfe) bereits das gesamte Bild zu beeinträchtigen. Mit hochauflösendem Schwarzweißfilm (50 ASA) und noch einem dunklen Gelb- oder Rotfilter vor der Linse war die Arbeit mit dem 17er schon recht knifflig. Mit einem Preis von mehr als 700 DM war es einst mein mit Abstand teuerstes Objektiv.

Seit ich mein 17er besitze – also seit etwa 1982 – haben es mir Ultra-Weitwinkelobjektive angetan: Nach dem Einstieg in die DSLR-Fotografie mit der EOS 350D legte ich mir sehr bald ein 10-22er zu, dass im APS-C-Format einen vergleichbaren maximalen Bildwinkel bietet wie früher mein 17er. Gleich nach dem Kauf meiner EOS 6D Vollformatkamera ergänzte ich die Ausrüstung mit einem 16-35er. Und nachdem ich mir eine Olympus-MFT-Kamera gekauft hatte, folgte kurz darauf ein 9-18er. Also, ohne einem Bildwinkel >100° geht bei mir nichts. ;-)

Das 500er "Super-Tele" war bereits als ich es so um 1984 herum kaufte technisch überholt. Es ist ein recht einfaches Linsenobjektiv. Damals waren eigentlich gerade Spiegellinsen-Teles modern. Meines Wissen verfügt es über 4 Linsen und wurde von Cosina produziert aber unter verschiedenen Markennamen verkauft. Meins ist wie gesagt von Beroflex. Es besitzt eine Vorwahlblende, also noch keine Springblende. Scharfgestellt wird es bei offener Blende, dann wird ein kleiner Schieber betätigt und das Objektiv blendet auf den voreingestellten Wert ab. Die Belichtungsmessung erfolgt dann bei Arbeitsblende. Mit einem Preis von knapp 200 DM war es 1987 schon ziemlich billig (wer es schon vergessen hat: Das sind etwa schlappe 100 Euronen!). Die optische Qualität ist zwar nicht umwerfend aber ganz brauchbar und legt spürbar zu, wenn man etwas abblendet. Dank seiner primitiven Technik (es wird einfach gar nichts zur Kamera oder von ihr zurück übertragen) kann es mittels T2-Adapter an viele Kameras angeschlossen werden. Ich benutzte es später auch mit meinen EOS-Kameras.

Von diesem 500er gibt es mindesten zwei einander sehr ähnliche Bauarten, die sich aber in der Bildqualität und (äußerlich) zumindest durch das Filtergewinde und in der Baulänge unterscheiden sollen. Die Variante, die einst in einem Test der Zeitschrift ColorFoto den Namen "Wundertüte" bekam und die eine etwas bessere Bildqualität liefern soll, hat ein Filtergewinde mit 72 mm Durchmesser. Die andere Variante kommt mit einem Filtergewinde von 67 mm aus und ist etwas kürzer. Meins gehört leider zur zweiten Gruppe – ist also keine "echte Wundertüte".

Schon seltsam: Das Teil ist im Versandhandel und bei Internetauktionshäusern heute, über 30 Jahre später, immer noch neu (!) zu haben – wenn auch unter anderem Markennamen!

Mit den Makroobjektiven habe ich niemals "analog" fotografiert. Ich erstand sie erst viel später per Internet. Angaben stehen hier nur der Vollständigkeit wegen.

 

mit Autofokus

die "neue" mit Autofokus

GehäuseCanon EOS 300
ObjektivSIGMA 28-300mm F3.5-6.3 DL Hyperzoom
BlitzMetz 28AF-4C

Diese drei Teile habe ich mir im Jahr 2000 noch vor meinem Einstieg in die digitale Fotografie zugelegt, aber häufig habe ich das alles nicht benutzt. Die EOS 300 "fühlt" sich schon recht speziell an – leicht wie eine Feder und mit einem Kunststoffbajonett. Äußerlich sind nur der Blitzschuh, das Stativgewinde, die Ösen für den Tragegurt und ein paar Schräubchen als Metallteile zu erkennen. Wenn ich das mit meinen alten "Analogen" vergleiche ...

Das Sigma-Objektiv ist ein "Superzoom" (oder "Suppenzoom"?) mit einem Mega-Zoombereich (für das Baujahr 2000 zumindest) vom mittleren Weitwinkel bis zum starken Tele, allerdings mit einer geringen Lichtstärke und eher mittelmäßigen optischen Eigenschaften. Dafür hat es eine recht passable Haptik, eine kurze Naheinstellgrenze sowie einen roten Ring – und ach ja; asphärische Linsen sind auch eingebaut worden. Also: Ein universelles Objektiv mit mittelprächtiger Abbildungsleistung (zumindest mein Exemplar).

Eine kleine Überraschung gab es, als ich das Sigma-Zoom später an meiner digitalen EOS 350D verwenden wollte. Das Objektiv verweigerte zunächst seinen Dienst bis es vom Sigma-Service umgerüstet wurde – immerhin kostenlos.